Hedge-Fonds-Strategien

Begriff Definition
Hedge-Fonds-Strategien
Anlagestrategien die von Hedgefondmanagern verfolgt werden. Man unterscheidet zwischen sogenannten Long Short Equity, Arbitragegeschäften, Event Driven, Systematic Trend Followers und Global Macro. Bei einem Long Short Equity werden Aktien verkauft. Die Fondsmanager erwarten dass die Entwicklung dieser Papiere langfristig positiv verlaufen wird. Stellt sich entgegen der Erwartung eine negative Entwicklung ein leiht sich der Fonds die entsprechende Anzahl von Aktien von einem Investor. Diese geliehenen Papiere werden zum aktuellen Kurs an der Börse verkauft. Zu einem späteren Zeitpunkt erwirbt der Fonds diese Papiere zu einem günstigeren Kurs und gibt sie an den Investor zurück. Der Gewinn erzielt der Fonds mit dem geringeren Wiederbeschaffungskurs. Eine weitere Anlagestrategie sind Arbitrage-Geschäfte. Ziel dieser Arbitrage-Geschäfte ist es Marktrisiken zu minimieren oder ganz auszuschalten. Zu diesem Zweck werden Preisunterschiede ähnlicher Anlagen genutzt. So kann ein Fondsmanager durch die Nutzung des Internet Wertpapiere in Frankfurt kaufen und nur wenige Sekunden später an einer anderen Börse verkaufen. Mit einer Event Driven Strategie werden Kursbewegungen ausgenutzt die durch bestimmte Ereignisse wie die Ankündigung einer Fusion oder einer Übernahme ausgelöst werden. Die Systematic Trend Follower Strategie erkennt Kauf- oder Verkaufssignale an den Finanzmärkten. Mit dem kauf von Futures, Termingeschäften und Optionen werden die entsprechenden Trends genutzt und gleichzeitig durch Gegengeschäfte abgesichert um größere Risiken zu vermeiden. Mit einer Global Macro Strategie werden die gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen der verschiedenen Branchen und Märkte beobachtet und in die Strategie einbezogen.